Projektrealisierung am Standort Leverkusen - Ein Projektentwickler berichtet.

Herr Heyden, Sie realisieren ein neues Projekt in der neuen Bahnstadt Opladen. Was hat Sie dazu bewegt sich für den Standort zu entscheiden?

"Für uns muss ein Standort eine langfristige Perspektive haben. Die neue Bahnstadt Opladen profitiert von der sich seit Jahren gut entwickelnden Metropolregion Köln/Düsseldorf und vor Ort von der sehr guten Infrastrukturanbindung: Sowohl mit dem eigenen Fahrzeug als auch über den ÖPNV ist dieses neue Quartier exzellent erreichbar. Wir glauben, dass insbesondere die Anbindung an den ÖPNV als Standortkriterium immer wichtiger wird. Hierdurch wird die neue Bahnstadt Opladen für überregional agierende Unternehmen wirtschaftlich sehr attraktiv sein, da Mitarbeiter und Kunden viel Zeit sparen können.

All diese Faktoren funktionieren natürlich nur im Falle einer attraktiven Mikrolage. Uns hat überzeugt, was in den letzten Jahren von der neue bahnstadt opladen GmbH geschaffen wurde, und wir sind von der Quartiersentwicklung in unserem direkten Umfeld (Cube Factory 577 und Campus TH Köln) überzeugt. Es spricht einiges dafür, dass wir durch die TH Köln sehr schnell ein sehr lebendiges Quartier erleben werden, von dem auch die Mieter des OpusOffice profitieren können. Aber auch die ansprechende Industriearchitektur, die ja in Teilen erhalten bleibt, wird diesem Standort nachhaltig Charakter verleihen."

 

Was schwebt Ihnen vor, wer wird in der Immobilie Mietflächen beziehen? Gibt es einen Masterplan oder überlassen Sie das dem Zufall?

"Wir können unser Gebäude – das ehemalige Ledigenheim des Ausbesserungswerks – relativ kleinteilig vermieten. Die insgesamt 9 Mietflächen des OpusOffice haben eine Größe zwischen 180 und 560 Quadratmeter und lassen sich auch gut miteinander kombinieren. Die Gebäudestruktur bietet sowohl eine kleinteilige Gliederung für Einzel- und Gruppenbüros als auch für Großraumbüros geeignete größere Flächen.

So sprechen wir mittelständische Unternehmen an, die die Nähe zur Hochschule suchen und für die die gute Verkehrsanbindung von hoher Bedeutung ist. Da wir das Gebäude kernsanieren, haben wir auch jetzt noch die Möglichkeit, auf individuelle Wünsche der Mieter einzugehen. So könnten wir neben Büros z.B. auch Labor- oder Praxisflächen anbieten."

 

Das Objekt, für das Sie sich entschieden haben, ist denkmalgeschützt. Hat Sie das abgeschreckt?

"Unsere Unternehmensgruppe hat im Jahr 2018 ihr 25-jähriges Jubiläum gefeiert, und genauso lange beschäftigen wir uns mit der Sanierung von denkmalgeschützten Immobilien. Wir empfinden es als besonders reizvoll, uns mit alter Bausubstanz zu beschäftigen. Das ehemalige Ledigenheim wurde 1907 errichtet, und in seiner 112-jährigen Geschichte ist das Gebäude immer wieder aktuellen Bedürfnissen angepasst worden. So wurden das ursprünglich als Lager bzw. Trockenraum genutzte Dachgeschoss von der Bahn zu Büros umgebaut, diverse Gauben ins Dach eingebracht, Eingänge auf der Werkstättenstraße verschlossen, Fenster verlegt usw.

Auch wir beabsichtigen, dem Gebäude mit einem neuen zentralen Eingang auf der Seite zum Anger ein Element hinzuzufügen. Insgesamt aber stellen wir deutlich mehr vom Ursprünglichen wieder her, als dass wir neue Elemente einbringen. Und grundsätzlich ist es natürlich in hohem Maße nachhaltig, brachliegende Substanz einer erneuten Nutzung zuzuführen.

Der Reiz eines Baudenkmals liegt für uns außerdem darin, dass sich die Architektur des Objekts über viele Jahre bewährt hat. Die Wahrscheinlichkeit, dass das ehemalige Ledigenheim auch als OpusOffice für sehr lange Zeit Gefallen finden wird, ist hoch."

Patrizia Rothes
B.A. International Management

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