Neue Bahnstadt Opladen: Jahresausblick 2018

Sowohl auf der Ost- als auch auf der Westseite der Neuen Bahnstadt Opladen weisen große Baustellen auf die nächste Entwicklungsetappe hin. Auf der Ostseite entstehen wichtige Gewerbevorhaben, die den Bildungsbereich stärken, und der Bau der Technischen Hochschule geht voran. Diese große Baustelle prägt seit einem Jahr den südlichen Bereich des Geländes der Neuen Bahnstadt Opladen. Parallel dazu bauen private Bauherren wichtige Bildungsstätten aus den Bereichen Logistik und Bahntechnik. Ein zusätzlicher Meilenstein im Jahr 2018 wird die weitere Planung für die alte Ausbesserungshalle und die Fertigstellung des ehemaligen Ausbildungs- und Verwaltungsgebäude zu einem modernen Büro- und Dienstleistungsgebäude mit Gastronomie sein.

Auf der Westseite werden im Jahr 2018 zwei sehr komplexe Prozesse parallel vorangetrieben: Die weiteren Maßnahmen zur Baureifmachung des westlichen Entwicklungsgebietes und zum Bau der Europa-Allee inklusive der Lärmschutzwand. Zeitgleich werden dazu die Vermarktung der Grundstücke für rund 500 Wohnungen und der Bau des neuen Bahnhofsquartieres aktiviert.


MAßNAHME OST:

Gewerbliche Entwicklung auf der Ostseite:

Die Gewerbefläche von insgesamt 56.845 m² ist bereits verkauft an 15 Unternehmen. Dies entspricht einer Quote von ca. 85 %. Mit dem Handwerkerhof fanden damit insgesamt 51 Betriebe mit circa 540 Arbeitsplätzen in der Bahnstadt ihr neues Domizil. 8.254 m² Gewerbefläche ist noch frei erwerblich für rund vier bis sechs Betriebe. Aufgeteilt ist diese Fläche in vier Grundstücke, die dieses Jahr noch vermarktet werden. Die noch vakanten Gewerbeflächen werden im ersten Halbjahr 2018 offensiv auf dem Immobilienmarkt angeboten. Paul Hebbel, Aufsichtsratsvorsitzender nbso GmbH, führt aus: „Für die ehemalige Eisenbahnerstadt Opladen ist der Verkauf der letzten Gewerbeflächen auf diesem Gelände von hohem Wert. Es bedeutet, dass wir wirklich das schaffen können, was wir uns vor Jahren vorgenommen haben: das gesamte Gelände des einstigen Bahnwerks mit ganz neuem Leben zu füllen.“

Neubau Schulungszentrum des Instituts für angewandte Logistik (IAL)

Seit über 25 Jahren bietet die IAL GmbH Qualifizierungen und Umschulungen im kaufmännischen, IT- und gewerblich-technischen Bereich an. Am 16.11.2017 fand die Grundsteinlegung in der Campusallee 12 auf dem Gelände der Neuen Bahnstadt Opladen statt. Der Bau des Schulungsgebäudes für 120 Teilnehmer schreitet weiter voran. Die Fundamente sind gegossen und das zweite Stockwerk wird gebaut. Geplante Fertigstellung und Aufnahme des Schulungsbetriebes ist für das Frühjahr 2018 angedacht. Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage und die Nähe zum Bahnhof Opladen hat sich IAL für den Standort auf dem Gelände der Neuen Bahnstadt Opladen entschieden.

Grundstück nördlich Werkstättenstraße PMC Rail
Das Grundstück ist am 07.09.2017 an PCM Rail verkauft worden. Der Baubeginn war im November 2017. Mit der Fertigstellung wird im Dezember 2018 gerechnet. Der Betrieb des Ausbildungszentrums wird voraussichtlich 2019 aufgenommen. Das Trainingscenter der Firma PMC Rail International Academy öffnet seinen Standort in der Neuen Bahnstadt Opladen an der Werkstättenstraße für rund 1.000 Lehrgangsteilnehmer pro Jahr. Zukünftig soll die Akademie ein herstellerneutrales Aus- und Weiterbildungsprogramm für den Betrieb und die Instandhaltung der Bahninfrastruktur vermitteln. Zum Beispiel soll in den kommenden Jahren branchenspezifisches Wissen sowie Know-how aus Bereichen wie Wirtschaft, Recht, Sprachen, Personalmanagement und Soft Skills vermittelt werden. „Wir freuen uns sehr, dass PMC Rail International Academy diese Standortentscheidung getroffen hat und somit Lebendigkeit und neue Impulse, die durch die zukünftigen Nutzer der Akademie entstehen werden, schafft. Die Neue Bahnstadt Opladen wird um ein weiteres modernes Bauwerk, welches in direkter Nachbarschaft der Technischen Hochschule Köln angesiedelt wird, bereichert“, erläutert Vera Rottes, Geschäftsführerin nbso GmbH.

Office 574 (ehemaliges Ausbildungs- und Verwaltungsgebäude an der Werkstättenstraße)
Das Bestandsgebäude des alten Ausbesserungswerks entlang der Werkstättenstraße wird derzeit vom Eigentümer und Projektentwickler Cube Real Estate im Rahmen des Projektes Cube Offices 574 umgebaut. Zukünftig entstehen hier hochmoderne Büroflächen mit circa 5.871 m² Nutzfläche mit einem Café an der Kopfseite zur Grünen Mitte ausgerichtet. Baubeginn war im Oktober 2017. Baufertigstellung wird voraussichtlich im Mai 2018 sein. Mit der Fertigstellung wird Cube Real Estate auch ihren Betriebssitz von Köln nach Leverkusen verlagern - und stellt damit eine enorme Bereicherung der Neuen Bahnstadt Opladen dar.

Cube Factory 577 – ehemalige Bahnausbesserungshalle
Cube Real Estate revitalisiert die ehemalige Bahnausbesserungshalle mit markanter Industriearchitektur, einem integrierten Konzept mit Wohn-, Büro-, Gastronomie- und Sportnutzung sowie Mikroapartments in direkter Nachbarschaft zum Campus der Technischen Hochschule Köln. Die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit für den neuen Bebauungsplan ist im Zeitraum vom 25.09.2017 bis 25.10.2017 erfolgt. Alle Planer arbeiten mit Nachdruck an dem zu ändernden Bebauungsplan, dessen Satzungsbeschluss durch den Rat der Stadt Leverkusen noch in diesem Jahr erfolgen soll. Baubeginn soll – wenn alle erforderlichen Beschlüsse gefasst wurden – im Winter 2018 sein und voraussichtlich 2021 sollen die Arbeiten ihren Abschluss finden.

Campus Technische Hochschule Köln
Im Mai 2017 ist mit dem Bau der Technischen Hochschule Köln auf dem Gelände der Neuen Bahnstadt Opladen begonnen worden. Bis Ende September 2018 sollen die Rohbauarbeiten abgeschlossen sein. Die Übergabe des neuen Gebäudes an die Technische Hochschule ist im ersten Halbjahr 2020 geplant. Bis Wintersemester 2020/21 sollen alle Studierenden auf dem Gelände der Neuen Bahnstadt Opladen angesiedelt sein und am Campus der TH Köln studieren.                                                              

Kesselhaus
Es wird für das erste Quartal 2018 mit der Baugenehmigung für das Kesselhaus gerechnet. Das alte Denkmal bereitet allen Beteiligten einen enormen Aufwand wegen der Astbestentsorgung. Auch die Aspekte des Denkmalschutzes sorgen für arbeitsaufwendigen Klärungsbedarf. Sobald die Baugenehmigung vorliegt, soll nach einer Planungsphase von circa einem halben Jahr mit der Bauausführung begonnen werden.                                 
P+R Parkplatz Ost
Die Fertigstellung des Park+Ride Parkplatzes Ost mit 161 Stellplätzen lauft auf Hochtouren. Im März 2018 sollen nicht nur Pkw als Ersatz für die Park+Ride-Plätze auf der Westseite abgestellt werden, sondern auch Platz für 140 überdachte und zum Teil gesicherte Fahrradstellplätze angeboten werden.


ENTWICKLUNGEN AUF DER WESTSEITE

Vermarktungsstart für das neue Opladener Bahnhofsquartier für Handel, Dienstleistung und Wohnen an der Bahnhofsbrücke


Die große Herausforderung für 2018 ist ohne Zweifel der Vermarktungsstart für das neue Opladener Bahnhofsquartier für Handel, Dienstleistung und Wohnen an der Bahnhofsbrücke. Das Verfahren stellt für Leverkusen ein Novum dar, weil die Vergabe eines Grundstückes erstmalig im Dialog mit Bürgerschaft, Politik, Verwaltung sowie Fachexperten erfolgt. Paul Hebbel, Aufsichtsratsvorsitzender nbso GmbH hob hervor: Das wichtige Scharnier zwischen Opladen alt und neu wird durch das Neubauvorhaben geprägt. Diese städtebauliche und architektonische Planungsaufgabe wird intensiv durch einen Beirat begleitet und auch dazu beitragen, dass die Bahnhofsbrücke mit neuen Abgängen in die Bahnhofstraße für kurze Verbindungswege in das Zentrum sorgt.

Baureifmachung 2018:
Vor allen Neunutzungen ist die Baureifmachung erforderlich. Vera Rottes, Geschäftsführerin nbso GmbH, führt aus: Dieses Jahr werden alle Flächen, die für die Vermarktung als Wohn- und Gewerbeflächen benötigt werden, soweit freigeräumt, dass die neue Nutzung entstehen kann. Derzeit ist die neue bahnstadt opladen GmbH mit den beauftragten Unternehmen auf gutem Wege, alle Maßnahmen so rechtzeitig umzusetzen, dass eine erfolgreiche Vermarktung und Neunutzung der Flächen im Sinne des Bebauungsplanes erfolgen kann.
Bis zum Spätherbst (August/September 2018) werden folgende Maßnahmen durchgeführt:
•    Aufnahme und Entsorgung von Gleisschotter sowie verbliebenen Gleisen und Schwellen, die nicht bereits durch die DB Netz AG entsorgt wurden
•    Abtrag und Beseitigung des Bahndammes der ehemaligen Güterzugtrasse
•    Planung und Rückbau der Brücke Lützenkirchener Straße, über die ehemals die Güterzugtrasse geführt wurde
•    Rückbau der Brückenwiderlager und Stützfundamente der ehemaligen Eisenbahnüberführung an der Bahnhofstraße
•    Sanierung von ermittelten Altlasten
•    Erstellung der Oberfläche für den Bau des Brückenparks und der Grünflächen.
•    Entsorgung von Abbruchabfällen, Bauschutt und Aushubmaterial

Wohnen WEST
Nach erfolgreichem Abschluss des Investorenauswahlverfahrens sind vier kompetente
Investoren ausgewählt worden.
Die Verhandlungen sind derzeit soweit fortgeschritten, dass mit der Mehrfachbeauftragung zur Gestaltung der Fassaden begonnen werden kann. Denn es wird auch hier viel Wert auf die Architektur insbesondere zur Europa-Allee gelegt.
Mit Ergebnissen ist Mitte 2018 zu rechnen. Bis dahin sollen auch die Kaufvertragsverhandlungen abgeschlossen sein, damit bis Anfang 2019 mit dem Bau begonnen werden kann. „Die aktive Bauphase der Westseite ist eine spannende und große Herausforderung. Wir sehen für Opladen sehr gute Chancen, direkt an der Bahnlinie ein attraktives neues Gesicht zu entwickeln“, so Alfonso López de Quintana, Prokurist und Architekt nbso GmbH.

Bau des ersten Bauabschnitts der Europa-Allee
2018 hat die nbso GmbH weitere große Herausforderungen zu meistern: den Bau der Europa-Allee, die als Haupterschließungsstraße für die Bahnstadt West fungiert und direkt parallel zu dem neuen Gütergleis verlaufen wird. Der erste Bauabschnitt wird vom Erzeugergroßmarkt/Robert-Blum-Straße im Süden bis hinter die Bahnhofsbrücke verlaufen und bis Ende 2018 fertiggestellt sein. Andreas Schönfeld, Prokurist nbso GmbH betont die Bedeutung der Baumaßnahme: „Die Europa-Allee markiert den nächsten Meilenstein in der Entstehung der Bahnstadt West. Sie wird parallel zum neuen Gütergleis verlaufen. Um mit den Bauarbeiten für die Straße zu beginnen, musste das Baufeld zunächst vorbereitet werden. Im Rahmen der notwendigen Baufeldfreimachung wurden sogenannte „Hot Spots“ aus den Böden entfernt, wie Fundamente einer alten Drehscheibe, ein ehemaliger Ölabscheider und ein altes Tanklager“.
An der neu entstehenden Europa-Allee wird eine Eichenallee gepflanzt, in Zukunft wird es eine der längsten Alleen Leverkusens sein. Ihre Beleuchtung wird dank neuartiger Technologie insektenfreundlich sein.
Die Bepflanzungen erfolgen baubegleitend ab Frühjahr 2018.
Neben der Bepflanzung wird ein weiterer wichtiger Schritt für das Wohlbefinden der Anwohner rund um die Europa-Allee sorgen: Die Lärmschutzwand. Aufgrund des Schienenlärms wurde die Lärmschutzwand erforderlich. Ein Schallschutzgutachter hat ausgerechnet, dass eine 2,30 Meter Lärmschutzwand über Schienenoberkante errichtet werden muss, um an dieser Stelle einen Schutz für das Erdgeschoss und das erste Obergeschoss der umliegenden Bauten zu bieten.
Die Lärmschutzwand wird am östlichen Rand der Europa-Allee parallel zu den Schienen im Abstand von 6,50 Meter zur westlichen Gleisachse gebaut. Im Süden, beginnend auf Höhe der Silos des Erzeugergroßmarktes, verläuft die Lärmschutzwand in Richtung Norden bis auf Höhe Henkelmännchen-Platz. In diesem Abschnitt erfolgt die Bauweise mit Alu-Elementen. Zur optischen Gestaltung wird die Lärmschutzwand ab Henkelmännchen-Platz bis zur Bahnhofsbrücke als begrünte Wand mit wildem Wein bepflanzt. Ab Bahnhofsbrücke bis Ende Höhe Lützenkirchener Straße wird die Lärmschutzwand wieder in Alu-Elementen realisiert.

Freiraumgestaltung zwischen Brückenpark und Henkelmännchen-Platz
Das Jahr 2018 steht auch ganz im Zeichen eines weiteren großzügigen Ausbaus und der Fertigstellung der Freianlagen, zwischen Brückenpark und dem zukünftigen Henkelmännchen-Platz mit eigener Identität und hoher Aufenthaltsqualität.
Die Planung sieht vor, den gesamten Böschungsbereich entlang der Friedrich-List-Straße umzugestalten, da hinter den zukünftigen Gebäuden eine grüne Nord-Süd-Verbindung für Fahrrad- und Fußgängerverkehr geschaffen wird. Noch im Frühjahr 2018 beginnt die nbso GmbH den neuen Freiraum
zwischen Brückenpark und Henkelmännchen-Platz zu bauen. Leitidee des Freiraumkonzeptes ist die Ausbildung eines durchgehenden charakteristischen „Grünen Bandes“, welches das gesamte Quartier von Norden nach Süden durchzieht. Inspiriert durch die Nord-Süd-Richtung verlaufenden ehemaligen Bahntrassen spannt sich entlang der Gleislinien ein Freiraumband mit einer Abfolge von grünen Plätzen auf. Der Grundstein für das grüne Rampenbauwerk, das den neuen Quartierspark und den Eingang zur Neuen Bahnstadt bildet, wird noch dieses Jahr gelegt.
Am zukünftigen Grünen Band werden zahlreiche Bäume und Sträucher neu gepflanzt, niedrige Sträucher, zum Beispiel Wildrosen, insektenfreundliche Wildstaudenmischungen und immergrüne Gräser strukturieren die Böschung.

Drehung der bestehenden Campusbrücke
Seit ihrer Eröffnung wird die Campusbrücke rege von Fußgängern und Radfahrern genutzt. Die bestehende und bislang nur provisorisch fertig gestellte Campusbrücke wird noch im Frühjahr 2018 vollendet. Ein provisorisches Brückenteil, das die ehemalige Gütergleisstrecke überspannt hat, wird entnommen und zukünftig im Brückenpark eingebaut.
Das letzte Element der Campusbrücke wird nach Anpassungsarbeiten in seine endgültige Lage gebracht werden, dann kann die einige Meter kürzere Brücke in ihrem Endzustand wieder genutzt werden.

Quelle: neue bahnstadt opladen GmbH

Patrizia Rothes
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